Radical Crafting am 22.06.12

Von 16 bis 20 Uhr, Mode-Kunst-Workshop: „Radical Crafting in Theorie und Praxis“

Hier haben Besucher_Innen Gelegenheit, den subversiven Einsatz von Nadel und Faden zu erproben. Die Kulturwissenschaftlerin Natalie Bayer (München) und die Textilkünstlerin Stephanie Müller schärfen in Theorie und Praxis den Blick für textile Aneingungsstrategien und Ausschlussmechanismen in der Mode.

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Mode trifft auf Medienkunst am 23.06.12

14 Uhr Ausstellungsrundgang:
Das Ausstellungskollektiv führt in die Taschen-Sound-Installation von Christine Kewitz (Berlin), die Gegensprechanlage von Fabian Zweck (München) und in Experimentelles aus der Lochkamera von Jonathan Becker (München) ein. Weiterlesen

Montag, 25. Juni 2012

Workshop, Stadtforschung, textile und mediale Experimente:

14 – 18 Uhr: Workshop „Stadtraum als ästhetisches Forschungslabor“
Studierende des Instituts für Kunstpädagogik (Department Kunstwissenschaften der LMU/ München) nutzen den Stadtraum als ästhetisches Forschungslabor. Die Besucher_Innen sind zur Forscher-Tour rund um das MaximiliansForum eingeladen.

16 -19 Uhr: Workshop „Wider die Wegwerfkultur oder brauchen wir das alles noch?“
Tina Griffith
(C.I.Y. REPUBLIC/München) lässt für THE FABRIC ein mobiles Dach über dem Kopf aus Hausrat und Leergut entstehen. Anhand eines Fragebogens können die Besucher_Innen ihr eigenes Konsumverhalten auf spielerische Weise reflektieren. Die Konsument_Innen des Tages erhalten Papiere zwischen Ausweis und Ausweisung.

Ab 20 Uhr aktiviert das Department of Volxvergnügen (München) sämtliche, zuvor kollektivierte Energien, appliziert Anti-Schmuck, transformiert eine Stickmaschine zur mobilen Reizüberflutungseinheit und musiziert Geräusche aus dem Bumm-Bumm-Kinderwagen.

Ein weiterer Tag der geschlossenen Türe – mit Programm am 27.06.12

Mittwoch, den 27. Juni 2012

16 Uhr „Identitäten to go“:
In der von Myriam Gbur (München) choreographierten Maskenperformance wechseln die Spieler-/innen vor etablierten Konsumtempeln ihre Masken wie Handtaschen und Kleidungsstücke. Der Performance liegt die Frage zugrunde, wie stark und auf welche Weise wir uns mit unserem Gesicht und unserer Kleidung identifizieren, was für eine „Sprache“ unserer Kleidung spricht, was an uns „Maske“ und was authentisch ist…Angeregt und ermuntert durch das Spiel mit den Masken und Identitäten werden anschliessend auch Passanten und Zuschauer mit einbezogen… Weiterlesen

CBR

„How to use a word“ Perfomance mit Gedichten von jugendlichen Asylbewerbern in der CBR Kunstkapelle Vor Ort: kostenloser Händedruck und gemeinsames Worte schmieden CBR Künstlerin seit 1988, Tourt durch Orte mit ihrem Wohnwagen, der als Atelier, Kapelle und Klangraum fungiert. … Weiterlesen

Maria Walcher

I PACK MY BAG

„Ich packe meinen Koffer und gebe hinein …“ ein altbekanntes Gesellschaftsspiel, bei dem es um Erinnerung und Gedächtnis geht.

Ich packe meinen Koffer und meine Nähmaschinen auf ein Lastenfahrrad und begebe mich auf ein Reiseprojekt. Der Koffer ist jedoch nicht mit meinen eigenen Kleidern gefüllt, sondern mit Kleidern von verschiedenen Leuten. Kleider, die eine spezielle Geschichte erzählen.

An einem neuen Ort angelangt, baue ich je nach lokaler Begebenheit die Wanderschneiderei im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Gehsteige, Parks …) auf oder lasse mich in Cafés, Geschäften, Bibliotheken, Galerien … für ein paar Tage nieder und begebe mich auf die Suche nach weiteren Kleidern mit spezieller Geschichte. Ein Kleidungsstück aus dem Koffer wird mit einem ‚örtlichen‘ Kleidungsstück kombiniert, zerschnitten und neu geschneidert, sodass die Kleider nicht mehr in ihrer herkömmlichen Art und Weise tragbar sind, sondern aus ihrer Kombination etwas Neues entsteht. Einzelne Hinweise zu ihrer Geschichte sind jedoch noch durch Stickereien, Zeichnungen und Texte auf ihnen zu finden und laden den Betrachter ein nachzudenken welche Geschichte ihnen innewohnt. Die Passanten können die Kleider anprobieren, ihre Geschichten erforschen, sich auch selbst an die Nähmaschine setzen und werden aufgefordert Kleider mit speziellen Geschichten vorbei zu bringen.

Diese kontinuierlich wachsende Wanderkollektion verändert und erweitert sich von Ort zu Ort durch die Einflüsse des Ortes, die beteiligten Personen und die Auseinandersetzung mit vorhandenen Situationen und Thematiken. Die offene Schneiderei ist als partizipativer Ort des Geschehens, der Begegnung und des Austauschs gedacht, die als ortsspezifische Intervention neue Perspektiven eröffnet.

Bis jetzt war ich ohne Lastenfahrrad nur mit dem Koffer und der Nähmaschine unterwegs und  habe das Projekt in verschiedenen Städten (Sarajevo, Wien, München, Zürich, Istanbul) durchgeführt. Nun bin ich dabei das Projekt zu erweitern und mir eine Schneiderei auf ein Fahrrad zu bauen. Zur Ausstellung werde ich mit einer Schneiderei auf Rädern anreisen, die es mir ermöglicht meine Schneiderei schnell und einfach im öffentlichen Raum auf und ab zu bauen.

Mehr Infos zu MARIAS PROJEKT hier:  http://ipackmybag.wordpress.com

Klaus Erich Dietl

Klaus Erich Dietl (*1974 Rosenheim) Kunststudium in München Kunst bei Prof. Horst Sauerbruch Malerei, Kunsttheorie bei Prof. Dr. Wolfgang Ullrich. Es beschäftigt ihn die Frage, ob und wie sich Bilder und Worte parasitär in unserem Kopf einpflanzen was wir dagegen tun können oder wie wir diese Kräfte umdrehen und nutzen können.

Seit 2008 strickt er als Teil des Kollektivs kommando agnes richter an neuralgischen Punkten im Stadtraum Parasiten auf bereits vorhandene Bilder wie etwa Skulpturen oder Werbeplakate.

Mehr Infos auch unter: www.flachware.de/klaus-erich-dietl