Dorothea Hugle & Naomi Lawrence

Superwoman
Wie würde Superwoman aussehen und welche Fähigkeiten hätte sie, wenn sie nicht aus den Hirnen weißer, US-amerikanischer Männer entspringen würde, sondern junge Frauen mit Migrations-/Fluchthintergrund  aus unterschiedlichsten Ländern sie kreieren?

Eine mögliche Antwort darauf hat das Kunstprojekt Superwoman, eine Zusammenarbeit  der Künstlerin Naomi Lawrence und der Modemacherin und Sozialpädagogin Dorothea Hugle. Gemeinsam mit der Nähgruppe FadenLauf entstand eine 3 Meter große, zweidimensionale Superwoman, die so gar nicht den Stereotypen bekannter Superheldinnen entspricht.

Im Verlauf der Ausstellung wandert sie gerne mal von einem Ort zum anderen und positioniert sich dabei ganz unterschiedlich: Mal hängt sie von der Decke, mal ist sie ‚geknickt‘ – halb an der Wand und halb auf dem Boden. Mal führt sie wie ein Läufer die Treppen hinab oder lädt als riesige Picknickdecke dazu ein sich auf ihr nieder zu lassen. Manchmal sind ein paar Requisiten dabei, die das Thema brechen. Superwoman hängt dann vielleicht über einem Bügelbrett oder von einer Wäscheleine.

Wir wollen Bilder entstehen lassen, die das Spannungsfeld zwischen Idealen und Visionen einerseits und der banalen Realität andererseits erlebbar machen. Geplant ist hierzu ein Fotoshooting ‚Superwoman und ich’. Hier  könnten Frauen wie Männer versuchen ihr Verhältnis zu Superwoman in Szene zu setzen. Auf Superwoman sitzend könnten Diskussionen und Kreativ-Workshops stattfinden. Wie wäre es mit einem kleine Comiczeichnen-Workshop oder einer Gender-Debatte? Superwoman lädt ein, eine Vielzahl von Möglichkeiten auszutesten!

Einen kleinen Vorgeschmack auf Superwoman gibt es im Katalog von ‚The Fabric‘.