Atigula Aziz

Die zeitgenössische Malerei ist heute aus einem rezeptionsästetischen Standpunkt aus betrachtet sehr auf den Zeitgeist konzentriert. Auf diese Situation kann man passiv, produktiv oder provokativ reagieren, aber auch mit einer gewissen Ironie, die sich als Kritik versteht, ohne sich an einer bestimmten Ideologie unterzuordnen. Diese Haltung ist als Antwort auf die Malerei der letzten Dekade zu begreifen, die trotz ihres ikonenhaften Stellenwerts keine bedürfnisstillende Funktion erfüllt. Vor diesem Hintergrund betreibe ich eine Malerei, die nichts mit Anpassung oder Zynismus gemein hat. Ich versuche in meiner Arbeit eine Art Neuinterpretation der figürlichen Malerei, ohne auf die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den vielen Positionen und Errungenschaften der modernen Malerei und dem weiten Feld der Kunstgeschichte verzichten zu müssen. Ich bin jedoch kein Eklektiker; ich versuche nicht verschiedene Positionen und Stile gegeneinander auszuspielen, viel mehr bin ich auf der Suche nach Gemeinsamkeiten.

www.atigulaaziz.com 

Atigula Aziz wurde 1979 in einer usbekischen Familie in Andchui (Afghanistan) geboren – 2000 bis 2007 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Axel Kasseböhmer – 2005 Meisterschüler von Prof. Axel Kasseböhmer – 2007 Diplom. Atigula Aziz lebt und arbeitet in München