The Fabric

Ein künstlerisch subversives Laboratorium mit Netzwerkcharakter
vom 15.  – 28. Juni 2012 in München

Kapitalspektakel und Einheitsbrei für die Massen: Im „Ratgeber für die Manteltasche“, herausgegeben von der K.ASUG, der kanzlei-auftakt von subversion und gegenkultur, wird äußerst unverblümt tabula rasa mit der Warengesellschaft gemacht: Tipps rund um das Thema „Ladendiebstahl, leicht gemacht“ sollen zur spielerisch kritischen Unterwanderung der Konsumkultur einladen.

Yomango, das Modelabel eines Künstlerkollektivs mit Vertriebspartner_Innen in Chile, Argentinien, Mexiko, Italien und Deutschland entwirft die entsprechende Ausrüstung dazu: „Zip!“, Baggy Pants mit zusätzlicher Tasche hinterm Hosentürschlitz. Das Credo des „Shoplifting“-Projekts ist ziemlich eindeutig: „Shopping is an act of obedience. Yomango is your disobedient style“.

Musik-, Mode- und Lifestyle-Magazine propagieren seit geraumer Zeit ein Stück weit weniger Nervenkitzel: „Crafting“, „Recycle-Chic“ und „Do-It-Yourself“-Fashion als legale Alternative zum subversiven Griff in die Manteltasche. Frei nach dem situationistischen Slogan „abolition du travail aliéné“ („Abschaffung der entfremdeten Arbeit“) werden die Konsument_Innen animiert, in die Rolle der Produzent_Innen zu schlüpfen. Anstelle der Geldbörse sollen Nadel, Faden und Schere gezückt werden. Die Anleitung zur „Revolution Crafts Style, Now!“ gibt die popkulturelle Prominenz höchstpersönlich. In eigenen Kolumnen geben Musiker_Innen wie Beth Ditto praktische Handarbeitsanleitungen für trendige Accessoires und Klamotten-Recycling.

In der Zeit vom 15. bis 28. Juni 2012 transformiert das Kollektiv um den Maler Klaus Erich Dietl und die Textilkünstlerin Stephanie Müller das MaximiliansForum zum Laboratorium für die kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Mode- und Konsumwelt und damit verbundenen Ausschlussmechanismen.

Angenüpft wird dabei an ein Netzwerk, das im Zuge von Projekten und Aktionen wie dem „Aufstand der textilen Zeichen“ (2009), „The Needle and The Damage Done“ (2010), dem „Textilen Unbehagen“ (2011) , dem „Temporären Büro für irrelevante Zeichen“ (2011) und der Gruppenausstellung „Einen Fehler machen, alle Fehler machen, ordentlich Fehler machen“ Stück für Stück gewachsen ist.

Bei THE FABRIC wird Mode mit Blick auf ihre soziale, ökonomische und politische Dimension erforscht. Das Potenzial des MaximiliansForums als Keimzelle für künstlerisch experimentelle Strategien im Stadtraum wird in einem spartenübergreifenden Programm ausgelotet, das von Künstler_Innen und Musiker_Innen gleichermaßen wie von Wissenschaftler_Innen und sozialen und pädagogischen Projekten gestaltet wird. Hier gehts zum Programmüberblick!

Gefördert wird das Ausstellungsprojekt THE FABRIC vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

 

 

Für die Materialspenden vielen Dank an:

 

 

Für die Getränkespenden gilt unser Dank:

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s